Das unabhängige Xantener Online-Stadtmagazin
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Geel - unsere Partnerstadt in Belgien

Marktplatz mit Kirche
Windmühle
Xantenstraat
Schleuse

An den vier Ecken unseres Großen Marktes wehen die Nationalflaggen unserer vier Partnerstädte. Wir haben einen netten Tagestrip nach Belgien unternommen, um zu sehen, was unser Partnerstädtchen Geel zu bieten hat.


Von Xanten aus erreicht man Geel mit dem Auto in zwei Stunden Fahrtzeit und etwa 150 Kilometern. Geel liegt im Nordosten Belgiens, gehört zur Provinz Antwerpen und hat etwa 37.000 Einwohner. Xanten hat auf den ersten Blick mit Geel einiges gemeinsam: Eine große Kirche, eine Klappbrücke, eine Mühle, sogar ein Gotisches Haus am Markt. Der Marktplatz ist wie unserer auch neu gestaltet und lädt zum Verweilen in den Cafés ein. Mit dem Unterschied: ein Wasserspiel plätschert dort beruhigend vor sich hin und die Kinder haben bei den hohen Temperaturen eine Menge Spaß, während die Eltern unter den Sonnenschirmen in den Pubs sitzen und entspannt zusehen.

In Geel geht es beschaulich zu. Es gibt kleine nette Museen, shoppen kann man hier gut, doch spektakuläre Sehenswürdigkeiten sind eher weniger zu finden. Dafür kann man hier die Landschaft stundenlang mit dem Rad erkunden. Ob gemütliche Radtouren allein, zu Zweit, mit der ganzen Familie oder High Speed auf dem Rennbike, die gut ausgebauten geraden Straßen durch Wiesen, Felder, Naturschutzgebiete , entlang an Flüssen und Kanälen, laden zu ausgedehnten Trips ein. Das Beste daran ist: die Landschaft ist noch flacher als bei uns und man kann genüsslich dahin rollen oder richtig Gas geben. Umfangreiches Kartenmaterial mit perfekt ausgearbeiteten Touren ist in der Tourist-Information Geel am Markt 1 zu finden. Hier kann man sich seine persönlichen Touren nach Lust und Laune zusammenstellen.

Wer mit Kindern nach Geel reisen möchte, sollte einen Tag im Bobbejaanland einplanen. Der große Familien- und Freizeitpark mit seinen unzähligen Attraktion ist von Geel aus in 15 Minuten mit dem Auto zu erreichen. (weitere Infos unter bobbejaanland.be)

Von der heiligen Dymphna zu integrativen Lebensmodellen Geel ist nicht touristisch geprägt, sondern war und ist eher eine Pilgerstadt. In Geel befinden sich die Reliquien der heiligen Dymphna, der man heilende Kräfte nachsagt. Jahrhundertelang kamen Menschen mit psychischen Problemen hierher, um sich heilen zu lassen und die Einwohner kümmerten sich um sie. Heute gibt es in Geel viele Pflegefamilien, die Menschen mit geistiger Behinderung oder psychischer Erkrankung aufnehmen. Durch die Unterbringung in einer Familie und therapeutischer Unterstützung soll der seelischen Vernachlässigung vorgebeugt werden. Viele Betriebe, wie Fahrradwerkstatt, Gärtnerei und Buchbinderei ermöglichen diesen Menschen einer geregelten Arbeit nachzugehen.

Fazit

Es war trotz der Kürze sehr interessant und erholsam in Geel. Wir sind schon auf die Fortsetzung in Saint in Frankreich und Bait-Sahour in Palästina gespannt.